Raus aus der Komfortzone! VOICES 2019 lockt mehr als 350 Experten für interne Kommunikation nach Berlin

Loomis Green zieht seine Finger über den Hals der Gitarre … und los geht die #VCS19 Konferenz am 4. April 2019 mit einem Solo, das wortwörtlich den Ton für die kommenden beiden Tage angibt.

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Wenn Sie das hier lesen waren Sie entweder bei der VOICES Konferenz 2019 in Berlin dabei (nice!) oder Sie waren nicht dabei und wollen jetzt die Zusammenfassung lesen. Wirklich, die Zusammenfassung könnte der Konferenz nie gerecht werden, aber kein Sorge, Sie haben ja 2020 erneut die Chance, sich dieses Highlight für alle Helden der Mitarbeiterkommunikation anzusehen.

Auf der Agenda standen 2019 Erfahrungsberichte von der DHL und ihrem Umgang mit einer Mitarbeiter-App, ein Visualisierungsworkshop von Miike Keppler und das Produkt-Update von Patrick Rudolph, Chief Product Officer bei Staffbase. Aber auch abseits der Bühnen wurde viel diskutiert, wobei die Trends der internen Kommunikation 2019 und innovative Ideen für Mitarbeiter-Apps im Mittelpunkt standen.

Stimmen zur VOICES 2019

Los ging es am Donnerstag mit der Keynote von Staffbase CEO Dr. Martin Böhringer, der auf das Motto der Konferenz einging: “Raus aus der Komfortzone”. Seine Person und die rasante Entwicklung von Staffbase dienten als Beispiel, um zu zeigen, was außerhalb der Komfortzone passieren kann: Manchmal peinliches, aber vor allem großartiges. Besonders lustig: Böhringer zeigt, wie er sich selbst in Paris bei der #LeWeb11 aus seiner Komfortzone traute und trotz mäßigem Gesangstalent vor tausenden Menschen performte, um für sein erstes Start-up Hojoki zu werben.

VOICES Vortrag CEO Martin Böhringer

Workshops zum Mitmachen

Die Konferenz war in Workshops, Erfahrungsberichte, Trend Keynotes und Staffbase Updates aufgeteilt. Im Workshop mit Mike Kessler wurde den Teilnehmern die Visualisierung näher gebracht. Mit Blöcken, Stiften und Wachsmalern bewaffnet zeigte der erfahrene Coach den Teilnehmern, wie man mit drei einfachen geometrischen Symbolen, Dreieck, Quadrat und Kreis, fast alles visualisieren kann. Angefangen von der eigenen To-Do-Liste bis hin zur Darstellung der Strategie für das ganze Team. Die anfängliche Skepsis der Teilnehmer entwickelte sich schnell zu Begeisterung über die Kraft der scheinbar einfachen Visualisierungsmethoden. Am Ende des Workshops beantworteten die Teilnehmer die zu Beginn gestellte Frage, ob Sie über Zeichentalent verfügen, einstimmig mit einem euphorischen „Ja!”.

Workshop Miike Keppler

Um bewegte Bilder ging es im Workshop mit Nike Wessel von dasprogramm. Sie zeigte an einigen Beispielen, dass authentische Videos zwar echt aussehen und sich echt anfühlen, aber oft komplett gestellt sind. Ihr Tipp für Video in der internen Kommunikation: Den Hintergrund perfekt inszenieren und Mitarbeiter entweder casten oder auch durch Schauspieler unterstützen lassen. Wichtig ist, dass die Mitarbeiter sich während des Drehs wohlfühlen und keine Rolle spielen. Auch ein objektiver Interviewer kann ein Video um einiges authentischer wirken lassen. Beispiel Employer-Branding-Kampagne: Befragen sich zwei Mitarbeiter mit der gleichen Position gegenseitig, wird häufig viel zu tief in die Materie eingetaucht und die Perspektive des Bewerbers, einer unternehmensfremden Person, zu wenig berücksichtigt. Mit viel Humor nahm Nike Wessel auch gängige Rollenklischees auf das Korn und regte die Teilnehmer zum Hinterfragen Ihrer eigenen Videostrategie an. „Ist euch schon mal aufgefallen, dass sich Männer in Recruiting-Videos immer mit Handshakes begrüßen und Frauen immer telefonieren. Jetzt sagt mir: Wer von euch begrüßt seine Kollegen täglich mit einem High Five?“

Trends aus der internen Kommunikation

Das Berufsfeld Mitarbeiterkommunikation ist in ständigem Wandel. Deshalb sollte auch das Thema Trends bei der VOICES nicht zu kurz kommen. Juliane Lehmann und Philipp Bahrt präsentierten den Trendmonitor interne Kommunikation 2019, der zeigt, dass die interne Kommunikation oft zu kurz kommt. Einerseits wurde dies deutlich am Budget (25 Prozent der Befragten sagten, sie hätten weniger als 10.000€ Budget zur Verfügung) und andererseits an der fehlenden Strategie (über 50 Prozent der Befragten haben keine festgelegte Strategie). Es stellte sich außerdem heraus, dass die Mittel oft noch nicht digitalisiert sind, sondern die Kommunikation über den Flurfunk, das schwarze Brett und persönliche Gespräche läuft.

Auch die abschließende Podiumsdiskussion mit Impulsgeberin Sabine Beck widmete sich den Trends der internen Kommunikation im Jahr 2019. Sie stellte vor allem die Schlagworte Data Strategy, Social Media, DEX (digital employee experience) und Holocracy in den Mittelpunkt ihrer Präsentation und diskutierte diese mit Udo Kessler von Signum communications, Ulf Kossol von der T-Systems MMS, Felix Schröder von HIRSCHTEC, Dr. Paul Kruse von Communardo und Frank Wolf von Staffbase. Als besonders wichtig stufte die Expertin außerdem Personal Case Studies und Networking ein.

VOICES Sabine Beck Panel

Stefan Scheller ergänzte die Diskussion um Trends in der internen Kommunikation mit seinem Vortrag zum Thema Employee Communication, bei dem es vor allem um den Wandel weg von Corporate und hin zu Employee Communication ging. Anhand seiner Erfahrung bei Datev stellte er anschaulich dar, wie Mitarbeiter zu internen Influencern werden können.

Erfahrungsberichte aus der Praxis

Der Parallelslot bot eine Vielfalt an Podiumsdiskussionen zum Thema interne Kommunikation, vorgestellt von Unternehmen aus der gesamten DACH Region, aber auch von internationalen Playern. Sarah Gerhards und Simon Püttmann von der DHL, Kai Pagels von DB Systel und Sebastian Hoff von Heraeus widmeten sich dem Thema Enterprise Unlimited und diskutierten, wie sich die Komplexität großer Unternehmen auf die interne Kommunikation auswirkt . Die Ansätze sind dabei ganz unterschiedlich. Während die DHL eine gemeinsame  App für jegliche interne Kommunikation ausrollt, entschied die Deutsche Bahn unterschiedliche Apps für unterschiedliche Anwendungsfälle zu etablieren.

VOICES Enterprise Panel

Christina Capellari von RHI Magnesita und Dirten von Schmeling von den Paracelsus Kliniken gingen auf die Bedeutung der internen Kommunikation für Change Management ein. Während RHI Magnesita durch eine große Fusion ging, bekam Paracelsus einen neuen CEO. Beide Unternehmen vermittelten ihren Mitarbeitern den Wandel anhand einer internen App.

Jürgen Kinzel von der Raiffeisen Volksbank Donauwörth, Max Schlieker von Regiocom und Johannes Rieger von Paulaner sprachen über Infotainment und Employee Happiness und präsentierten verschiedene Ansätze, Informationen und Unterhaltung in der internen Kommunikation  zu vereinen. Bei Paulaner wurden so zum Beispiel beim Launch des neuen Kommunikationsmediums Karten für ein Fußballspiel verlost.

Anna Vogt von Dosenbach-Ochsner und Christoph Schneider von Attensam beschäftigten sich in ihrer Diskussion mit der Verbindung von informativer und operativer Kommunikation. In beiden Unternehmen wird mit einer Mitarbeiter-App nicht nur Kommunikation betrieben, sondern auch wichtige Informationen für das operative Geschäft  vermittelt. Unter anderem werden so Schichtpläne und Arbeitsanweisungen mobil bereitgestellt.

VOICES  Vortrag Attensam und Dosenbach

Zusätzlich zu den Podiumsdiskussionen gab es Einzelvorträge von Markus Röhl von REINERT Logistics, Laura Koller von PAYBACK, Kerstin Vockner von der Stiegl Brauerei und Patrick Winter von KAEFER, die Themen wie digitale Kultur, Nutzerraten, Betriebsrat, Push-Nachrichten und Fehlerkultur behandelten.

Neues von Staffbase

In alter Tradition waren auch Staffpranos selbst auf der Bühne vertreten. Neben der Keynote von Martin Böhringer trat CMO Frank Wolf vor die Teilnehmer und sprach über das Zusammenspiel von Staffbase mit SharePoint und Office365. Abgeschlossen wurde das Event von dem Produkt-Update von Patrick Rudolph, Chief Product Officer bei Staffbase, der einen Ausblick auf kommende Weiterentwicklungen der Staffbase App gab. Highlights für das nächste Jahr: @-Mentions, ein ausgebauter Chat und weitere Integrationen mit Office365.

VOICES Patrick Vortrag zum Produkt

Was passierte noch?

Abseits der Präsentationen und Diskussionen traf sich die Branche am Abend zur Aftershow-Party im BRLO BRWHOUSE, wo flying food und Bier-Cocktails gereicht wurden. Außerdem gab es genug Zeit zum Networking für die Teilnehmer und natürlich die Gelegenheit, bei Live-Musik die Tanzfläche zu erobern.

VOICES Abendveranstaltung
VOICES Abend 2019

Resümee

Zwei Tage in Berlin, vollgepackt mit spannenden Vorträgen und regem Erfahrungsaustausch zum Thema interne Kommunikation. Ein Event, das man auch nächstes Jahr nicht verpassen sollte! Wir freuen uns auf die #VCS20.

Meinungen zur VOICES 2019

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