Damit interne Kommunikation erfolgreich ist, müssen alle Mitarbeiter zur richtigen Zeit mit der richtigen Botschaft und dem richtigen Inhalt erreicht werden können. Wir haben uns acht der gängigsten Kanäle für Mitarbeiterkommunikation genauer angeschaut sowie acht Merkmale für deren Erfolg ausgewertet. Dies soll als Hilfestellung für die Entscheidung dienen, welche Kanäle die besten für Sie und Ihr Unternehmen sind. Sehen Sie selbst!

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Die 8 wichtigsten Kanäle für Mitarbeiterkommunikation

E-Mails: waren einmal das wichtigste Mittel für Mitarbeiterkommunikation, die Nutzung nimmt jedoch mittlerweile stetig ab. Auch in Zukunft werden nicht alle Mitarbeiter über eine Firmen-E-Mail-Adresse verfügen. Selbst für diejenigen, die eine solche besitzen, hängt die Reichweite einer E-Mail davon ab, ob sie ihre überfüllten Postfächer regelmäßig durchsuchen.

Mitarbeiterzeitung: Traditionelle gedruckte Mitarbeitermagazine werden aufgrund ihrer Reichweite, ihres Brandings und ihrer Möglichkeiten für Storytelling schon immer sehr geschätzt. Sie haben jedoch auch einige Nachteile: Sie sind teuer in der Herstellung, sie sind nicht sofort verfügbar und ihre Auswirkungen sind schwer zu messen. Alternativen zu gedruckten Mitarbeiterzeitungen werden daher von vielen Unternehmen gesucht. Sehen Sie in unserem Video, wie die Brauerei Paulaner ihr Printmagazin durch eine Mitarbeiter-App ersetzt hat.

Versammlungen: Für die Übermittlung wichtiger Botschaften und vor allem für persönliche Interaktionen sind Mitarbeiterversammlungen unerlässlich, jedoch machen die damit verbundenen Reisekosten diese zu einer kostspieligen Sache. Als Top-Down-Kommunikationskanal ist die Reichweite außerdem auf die Teilnehmer beschränkt. Mitarbeiter an anderen Standorten oder im Außendienst einzubinden und mit persönlichen Treffen regelmäßig zu informieren, funktioniert einfach nicht.

Briefe: Dies ist eine gute Option für außergewöhnliche Anlässe, bei denen eine persönliche Note Ihre Botschaft aufrichtiger macht, wie z.B. ein Weihnachtsgruß vom Management an die Mitarbeiter. Briefe bieten jedoch keinen wirklichen Nutzen für die tägliche interne Kommunikation, weil es ihnen an Schnelligkeit, Flexibilität und messbarer Reichweite mangelt.

Digital Signage: Dies ist eine Möglichkeit, wenn Sie viele Bild- und Videoinhalte haben und Ihre Mitarbeiter hauptsächlich in Fabrikhallen arbeiten. Es ist jedoch keine mobile Lösung und in vielerlei Hinsicht sehr begrenzt. Bildschirme werden daher oft nur als Zusatzkanal eingesetzt.

Pinnwände: Sie sind günstig und können an jedem Standort platziert werden, jedoch sind sie in Bezug auf Geschwindigkeit, Interaktion und Analysemöglichkeiten noch eingeschränkter als Bildschirme in Fabrikhallen. darüber hinaus nützen sie auch den Außendienstmitarbeitern nichts. Es gibt auch keine Möglichkeit nachzuvollziehen, ob Nachrichten tatsächlich bei allen ankommen, und auch die Kommunikation von Informationen in Krisensituationen ist äußerst eingeschränkt.

Führungskaskade: Das Rückgrat der Informationsverteilung im Unternehmen. Es hängt allerdings viel von den individuellen Kommunikationsfähigkeiten der beteiligten Führungsebenen ab. Reichweite ist auch hier eine Herausforderung, vor allem für Schichtarbeiter oder Mitarbeiter im Außendienst.

Mitarbeiter-App: Eine App für die interne Kommunikation ist eine leistungsstarke Lösung, alle Mitarbeiter effektiv zu erreichen. Kommunikation ist darüber hinaus nur eine von vielen Möglichkeiten, die das Tool bietet. Apps unterstützen alle wichtigen Punkte im Arbeitsalltag Ihrer Mitarbeiter, wie z.B. HR-Prozesse, Wissensmanagement oder Mitarbeiter-Self-Services.

Verwechseln Sie "Zugang" (ein Begriff, der von der IT oft für die Möglichkeit verwendet wird, auf ein Tool zuzugreifen, obwohl es hoffnungslos kompliziert ist) nicht mit "Reichweite" (Mitarbeiter können im Bus zur Arbeit Nachrichten auf ihren Smartphones sehen, ohne sich einloggen zu müssen, usw.). "Zugang" bedeutet nicht unbedingt, dass sie leicht zugänglich sind. Es ist "Reichweite", was Unternehmen benötigen, zumal dies außerdem gemessen werden kann!

Was einen guten internen Kommunikationskanal ausmacht 

Reichweite: 70 Prozent der Beschäftigten in Deutschland haben keinen festen Arbeitsplatz. Der stetig steigende Anteil an Freelancern und die wachsende Gig Economy werden diese Zahl weiter nach oben treiben. Deshalb ist es besonders wichtig, vor allem die Mitarbeiter zu erreichen, die nicht am Schreibtisch sitzen, sondern in der Fabrikhalle oder hinter der Theke arbeiten. Die Reichweite Ihrer Kanäle ist ein klares Maß für effektive Kommunikation.

Aktualität: Der Erhalt von Informationen und die Kommunikation in Echtzeit ist für die meisten ein Muss geworden. Die meisten Organisationen haben sich mittlerweile darauf spezialisiert: Amazon bietet Expresslieferungen an, Netflix macht Filme und Serien sofort zugänglich, Zeitungen versenden Push-Nachrichten mit Eilmeldungen und unsere Smartphones ermöglichen es uns, unabhängig von Ort und Zeit ständig online zu sein. Ist Ihr interner Kommunikationskanal in der Lage, wichtige Unternehmensnachrichten innerhalb von Minuten statt Stunden oder Tagen zu liefern?

Interaktion: Fließen Ihre Informationen nur in eine Richtung oder gibt es Möglichkeiten für umgekehrte Kommunikation? Social-Media-Funktionen wie Likes, Kommentare und Teilen werden immer wichtiger und sind Merkmale der Kommunikation, die Mitarbeiter von heute erwarten. Sie unterstützen außerdem Bottom-up-Interaktionen und verbessern die horizontale Kommunikation Beides ist wesentlich für eine Steigerung der Produktivität im Arbeitsalltag. 

Messbarkeit: Wie viele Mitarbeiter haben eine bestimmte Nachricht erhalten? Das klingt nach einer Grundvoraussetzung, jedoch können nicht alle Kanäle diese Anforderung erfüllen. Erfolgskontrolle in der Internen Kommunikation ist die Grundvorraussetzung für effektives Lernen.

Storytelling: Geschichten sind eine sehr gute Möglichkeit, um Informationen zu teilen und Werte zu vermitteln. Geschichten jedoch auch wirklich effektiv erzählen zu können, ist mit manchen Kanälen viel einfacher als mit anderen. Die Aufgabe der regelmäßigen Erstellung neuer Inhalte in die Hände Ihrer Mitarbeiter zu geben, macht diese Herausforderung um einiges einfacher. 

Rich Media: Bilder und vor allem Videos sind eine großartige Möglichkeit für überzeugende Geschichten. Ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte. Wenn Ihr Video dreißig Bilder pro Sekunde aufnimmt, dann ist jeder Moment des Videos 30.000 Worte wert. Multiplizieren Sie 30.000 mit 60 Sekunden – eine übliche Länge für ein Informationsvideo – und Sie erhalten 1,8 Millionen Wörter! Nicht schlecht, oder? 

Lokal: Je näher, desto relevanter. Deshalb hat eine Diskussion zur Unternehmensstrategie auf dem internen Blog meist weniger Kommentare als die Entscheidung über eine neue Standort-Cafeteria. Das soll nicht heißen, dass strategische Kommunikation weggelassen werden sollte, sondern dass die lokale Inhalte eine gute Möglichkeit darstellen, einen lebendigen und relevanten Kommunikationskanal zu etablieren.

Kosten: Die Auswirkungen der internen Kommunikation auf den Erfolg eines Unternehmens sind schwer zu messen, neue Tools machen dies jedoch zunehmend möglich. Deshalb ist es enorm wichtig, so schnell wie möglich mit der Untersuchung Ihrer Kommunikationsmaßnahmen auf Kosteneffektivität zu beginnen.

Mit welchem Kanal sind Sie in Ihrem Unternehmen erfolgreich? Diskutieren Sie gern mit und hinterlassen Sie einen Kommentar.

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