Geeignet für die interne Kommunikation? – Die 3 Probleme von Social-Intranet-Lösungen

Oder wie die spannende Kernidee mittlerweile zum größten Erfolgshindernis geworden ist.

Die 3 Probleme des Social Intranet
Frank Wolf, Co-Founder Staffbase

Frank Wolf in Intranet

Chief Strategy Officer
Veröffentlicht
Aktualisiert
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2 Minuten

Die Idee des Social Intranets gibt es nun schon seit vielen Jahren. Damals war sie eine Revolution. Neue Tools wie Wikis, Blogs oder Foren hatten zwar schon längst ihren Weg in die Unternehmen gefunden, aber Intranet Manager und interne Kommunikatoren machten oft noch einen großen Bogen um die interaktiven Plattformen.

Ich habe das Konzept damals im Vorwort meines Buches „Social Intranet” so beschrieben:

Das Social Intranet begreift sich als unternehmensweite Plattform für vielfältigste Kommunikations- und Kollaborationsanwendungen, die Mitarbeiter besser informiert, motiviert und zusammenarbeiten lässt.

Das Konzept und auch der Begriff haben sich mittlerweile durchgesetzt, Social Intranets sind gerade auch im deutschsprachigen Raum weit verbreitet. Ein Intranet-Relaunch wird meist als Social Intranet geplant und im Markt stehen eine ganze Reihe von fertigen Softwareplattformen wie Jive, Bitrix24 oder Coyo zur Verfügung.

Die spannende Kernidee, Kommunikation und Information auf der einen Seite und Zusammenarbeit auf der anderen Seite in einer Plattform zusammenzubringen, hat sich mittlerweile allerdings als größtes Problem des Konzeptes herausgestellt.

Genauer gesagt sind es drei Probleme, die aber alle auf diesen Ursprung zurückzuführen sind:

  1. Der Konflikt zwischen Sicherheit und Reichweite

  2. Social Intranets verpassen die beiden Top-Trends in der digitalen Zusammenarbeit

  3. Social Intranets verpassen Innovationen für Mitarbeiterkommunikation

New call-to-action

Damit sind Social Intranets definitiv nicht mehr das Maß der Dinge. Standards für moderne Intranets werden von neueren Ideen gesetzt.

Schauen wir uns die problematischen Punkte im einzelnen an:

1. Social-Intranet-Anbieter im Konflikt zwischen Sicherheit und Reichweite

Mit der Kombination von Mitarbeiterkommunikation und tiefer inhaltlicher Zusammenarbeit entsteht ein Konflikt durch sehr gegensätzliche Zielsetzungen. Erfolgreiche Kommunikation muss Mitarbeiter*innen tatsächlich erreichen.

Dafür müssen Intranets als App auf dem Smartphone der Mitarbeitenden verfügbar sein:

  • Am besten direkt im Design des Unternehmens

  • Wer kein Firmengerät besitzt, der muss sein persönliches Telefon nutzen können

  • Nutzer sollten automatisch angemeldet bleiben

  • Push-Benachrichtigungen können für Echtzeitkommunikation genutzt werden

  • Inhalte und Services müssen so relevant sein, dass Mitarbeitende diesen Kanal freiwillig nutzen und als echte Bereicherung für ihren Arbeitsalltag empfinden

Beispiel für ein mobiles Intranet mit Nachrichten, Speiseplan und Schichtplan.Beispiel für ein mobiles Intranet

Der Reichweite steht die Datensicherheit entgegen. Unternehmen nutzen meist eine abgestufte Sicherheitsklassifizierung für Informationen. Die 4 Datenschutzklassen sind:

  • Extern

  • Intern

  • Vertraulich

  • Streng vertraulich

Die oben beschriebenen Voraussetzungen für echte Reichweite können meist nur mit externen und internen Informationen umgesetzt werden. Sobald vertrauliche und streng vertrauliche Inhalte ins Spiel kommen, ist z. B. der Einsatz von privaten Geräten kaum noch möglich.

Mitarbeiter-App wird zum IntranetModerne Intranets sind das Eingangstor zum digitalen Arbeitsplatz.

Mehr Informationen zum Front Door Intranet und eine Einordnung sowie ein  Vergleich zu den bisher bekannten Intranet-Generationen geben wir in diesem Video und in dieser kompletten Übersicht rund um moderne Intranet Ansätze.

Gibt es Beispiele, für die Social Intranets immer noch geeignet sind?

Wer heute ein Intranet plant, der sollte in seiner Strategie unbedingt vorher überlegen, wie echte Reichweite sichergestellt werden kann. Es gibt viele Beispiele für Projekte, in denen nach der Regel „Zuerst das Social Intranet und dann irgendwann mobil” vorgegangen wurde und die nun genau auf die oben besprochenen Probleme treffen.

Wer heute ein Social Intranet besitzt, sollte analysieren für welche Anwendungsfälle es gut genutzt wird und in welchen Bereichen man entweder eine Mitarbeiter-App (Reichweite) oder Collaboration Tools (Zusammenarbeit) ergänzen kann.

Weitere Informationen rund um moderne Intranets:

Liebe Leser*innen,

wir bei Staffbase verwenden seit November 2020 den Genderstern in unseren deutschsprachigen Blog-Texten. Wenn das bei diesem Artikel noch nicht der Fall ist, handelt es sich dabei um einen älteren Text, der vor der Einführung der gendergerechten Sprache erstellt wurde.

Vielen Dank für Ihr Verständnis!

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